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Fortsetzung Teil 2

Hallo, hier ist der zweite Teil meines Erfahrungsberichtes/Thailand. Nach der Veröffentlichung des ersten Teils habe ich bis auf eine negative Zuschrift viel Zuspruch zugemailt bekommen. Dies hat mich gefreut und gibt mir Ansporn für diese Fortsetzung.

Wir fingen an, den Baudreck von der Straße zu räumen. Wir wollten der Nachbarschaft zeigen, dass wir Sauberkeit sehr schätzen. Nachdem dies erledigt war, fuhren wir nach Hause, allerdings nicht ohne vorher noch etwas zu essen. Zuhause angekommen erwartete uns der nächste Schock. Wir hatten, als wir wegfuhren, versäumt den Tisch von Speiseresten zu säubern. Dies hatten die Ameisen sofort ausgenutzt und hatten eine regelrechte Ameisenautobahn gebaut. Es wimmelte auf dem Tisch nur so von Ameisen. Also ging es erstmals ans Reinigen. Ich suchte im Internet nach Abwehrmaßnahmen, gegen Ameisen. Dabei musste ich berücksichtigen, dass meine Frau als Buddhistin das Töten von Tieren ablehnt. Es könnte ja ein Mensch aus einem früheren Leben dabei sein. Das einzig Brauchbare unter den Artikeln war der Hinweis auf Zimt. Mein Übersetzer gab als Übersetzung zu Zimt „?????“ aus. Nun habe ich meiner Frau erklärt, dass wir morgen unbedingt Zimt einkaufen müssten. Gesagt, getan. Am nächsten Morgen sind wir dann losgefahren, um Zimt zu kaufen. Zurück in unserem kleinen Bungalow verstreuten wir nun überall Zimt. Wir gingen danach essen.

Wegen der großen Hitze schlug ich vor, zu unserem Grundstück zu fahren und den Beton mit Wasser zu übergießen. Natürlich kam sofort der Einspruch, in Thailand bräuchte man dies nicht. Unbeirrt fuhr ich trotzdem aufs Grundstück und beharrte aufs Wässern. Aber so einfach war meine Frau nicht zu überzeugen. Es mussten erst noch Andere befragt werden. Glücklicherweise waren die Arbeiter, die vorher die Reifen mit Beton gefüllt hatten, nur ein paar Häuser weiter am arbeiten. Also nichts wie hin und fragen. Wobei das Fragen bei Thais mehr als schwierig ist. Nach einer längeren Diskussion kam Sie zurück und wir fuhren zurück um den Beton zu wässern. Meine Frau stimmte zu, dies noch eine Woche lang so zu machen. Einer der Arbeiter hatte dies wohl auch so geäußert. Die einschlägige Literatur sagt, dass man z. B. bei einem Fundament, je nach Dicke, bis zu vier Wochen wässern muss, um die entsprechende Aushärtung zu erreichen. Außerdem sollte frühestens nach zwei Wochen das Fundament belastet werden. Das heißt, vorher sollte man mit dem Mauern der Wände nicht beginnen. Da es in der Woche auch geregnet hatte, mussten wir das Wässern nur noch an drei Tagen vornehmen.

Da ich von Bangkok, wegen unseres Containers, noch keine weiteren Emails bekommen hatte, schrieb ich eine Email und bat darum den letzten Stand der Dinge zu erfahren. Kurze Zeit später kam dann die Antwort in Englisch. Nachdem mehrere Übersetzungsprogramme mir einen nicht definierbaren Text ausgespuckt hatten, schrieb ich zurück, dass ich den Text nicht verstehen würde. Postwendend kam der gleiche Text noch einmal.

Also es hieß in dem Text „dass Anfang nächster Woche K. Lin habe Ihr Reisepass im Original. Sie nehmen ihren Pass und mit unseren Kerl auf Ausgleichsdatum gehen.“

Interpretiert habe ich daraus, dass Anfang nächster Woche K. Lin mit dem Pass bei DB-Schenker erscheinen solle und sie dann zusammen mit einem Mitarbeiter dieser Firma zum Zoll gehen müsste.

Am Montag den 06.06.2011 kam dann eine Email, dass heute die Zollabwicklung erledigt würde und Morgen zwischen 9-10 Uhr der Container auf unserem Grundstück eintreffen würde.

Übrigens hat der Zoll zusammen mit dem Mitarbeiter von DB-Schenker und K. Lin den Container geöffnet und an zwei Stellen herum gestochert. Damit waren die Zollformalitäten erledigt. Die Abladung mit Kran sollte DB-Schenker übernehmen. Es wurde noch um die Rückmeldung gebeten, wem der Schlüssel nach der Zollabwicklung übergeben werden sollte. Dies habe ich sofort damit beantwortet, dass K. Lin den Schlüssel bekommen solle. Aber in meinem Kopf gingen sofort die Alarmglocken an. Denn in dem Vertrag mit DB-Schenker war klar geregelt, dass die Anlieferung bis zum Grundstück durch DB-Schenker erfolgen würde. Das Abladen wiederum in unserer Regie bliebe, aber eine Rückmeldung mindestens sieben Tage vor dem Eintreffen auf dem Grundstück durch Telefon oder Email erfolgen würde. Diese Zeit war auch nötig, da immerhin noch ein entsprechendes Unternehmen von uns gesucht werden musste. Als ich meiner Frau die Nachricht übermittelte, dass morgen der Container auf unserem Grundstück eintreffen würde, brach bei ihr Panik aus. Ich versuchte sie dahingehend zu trösten, dass wir damit 5000 Baht sparen würden. Aber dies half nur sehr wenig. Hektisch führte sie mehrere Telefonate. Überwiegend mit K. Lin in Bangkok. Da ich soviel wie nichts verstand, hielt ich mich im Hintergrund, zumal es jetzt doch eigentlich zu unseren Gunsten geregelt war. Aber meine Frau konnte sich nicht beruhigen.  Erschwerend kam noch der Anruf des Autokranunternehmens aus Phitsanulok hinzu. Der Mitarbeiter dieser Firma wollte sich die Zufahrt zum Grundstück ansehen und wissen, ob die Abladung des Containers tatsächlich problemlos möglich wäre. Meine Frau gab ihm die entsprechende Auskunft. Gut zwei Stunden später kam der Rückruf, der völlig unbefriedigend ausfiel. Sinngemäß sagte man, dass man nur einen großen Autokran hätte und dass dadurch die Straße beschädigt würde und wir dann für die Schäden aufkommen müssten. Es war aussichtslos meine Frau davon zu überzeugen, dass wir für Schäden nicht aufkommen müssten, da wir überhaupt kein Vertragsverhältnis mit der Autokranfirma hätten. Mit Verträgen kennt Sie sich eben überhaupt nicht aus. Es sei schließlich unser Container. An dieser Stelle hatte ich genug und brach die Unterhaltung ab, was wiederum meine Frau verärgerte. Aber dies war mir in diesem Augenblick gleichgültig. Wieder fing meine Frau an, hektisch zu telefonieren. Zwischendurch kam noch ein Anruf von DB-Schenker. Sie hatten demnach von der Autokranfirma in Phitsanulok keine ausreichende Zusage erhalten. Offensichtlich ging es darum, ob wir eine Autokranfirma in Sukhothai kennen würden. Meine Frau gab ihnen eine Telefonnummer. Wir hatten immerhin schon eine Firma fest im Visier. Kurz vor 17.00 Uhr kam nun die Nachricht von DB-Schenker, dass morgen um 13.00 Uhr der Autokran auf unserem Grundstück eintreffen würde. Es wurde noch darauf hingewiesen, dass dafür Sorge zu tragen sei, dass das Grundstück auch bei Regen befahrbar sei. Dieser Hinweis war sehr nützlich, denn es hatte schon zwei Tage lang zwischenzeitlich heftig geregnet. Nach dem Regen war ein Begehen des Grundstücks kaum noch möglich. Wenn überhaupt nur in Gummistiefel. Befahrbar war es keinesfalls. Diese Nachricht übermittelte ich nun meiner Frau und sagte ihr, wenn Sie mit Buddha sprechen würde, solle sie ein gutes Wort einlegen, dass es heute und morgen nicht mehr regnen würde. Vorgegriffen sei erwähnt, dass dies leider nicht funktioniert hat, denn es regnete doch in der Nacht. Zwischendurch sagte ich meiner Frau, dass sie ihre Schwester anrufen möchte und ihr mitteilen solle, dass am nächsten Morgen der LKW mit dem Container eintreffen würde und dieser auf keinen Fall zum Grundstück fahren solle. Es müsse erst der Autokran und erst dann der LKW mit dem Container zum Grundstück fahren. Als Anlieferungsadresse des Containers hatten wir die Adresse ihrer Schwester angegeben. Dieser Standort war nur 300 Meter von unserem Grundstück entfernt. Meine Frau war an diesem Abend nicht mehr zu beruhigen. Sie führte noch etliche Telefonate. Es ging wohl immer um das gleiche Thema. Irgendwann sagte sie mir, dass der Container nun um 5.00 Uhr eintreffen würde. Ich sagte ihr, dass dies doch uninteressant sei, da der Autokran den Zeitpunkt des Abladens bestimmen würde und dieser Termin auf 13.00 Uhr festgesetzt sei. Außerdem glaubte ich nicht, dass der LKW mit dem Container schon um 5.00 Uhr eintreffen würde. Dies war meiner Meinung nach, aufgrund der Entfernung und der Fahrzeit, theoretisch unmöglich. So in einem Nebensatz sagte sie, dass der Schlüssel für den Container dem Fahrer übergeben würde. Da kochte ich innerlich, denn sie hatte mir in Bangkok vorgeworfen, dass ich den Schlüssel DB-Schenker übergeben hätte, ohne dass dieser dort gebraucht würde. Meine Erklärung, dass das Büro den Schlüssel für den Zoll benötigen würde, wurde mit dem Satz weggewischt, dass ich doch wissen müsste, dass die Thais stehlen würden (meine Frau sagt dazu =zapp-zerapp). Stehlen gibt es ja nicht im Thai. Als ich ihr sagte, dass ich per Email DB-Schenker die Mitteilung gab, dass der Schlüssel an K. Lin übergeben werden solle, ging die Telefoniererei schon wieder los. Aber es war schon zu spät. Den Schlüssel hatte zwischenzeitlich der Fahrer bekommen. Nun kam bei mir innerlich Schadenfreude auf, denn ich hatte ja auf ihren Vorwurf aus Bangkok reagiert und sie hatte genau entgegengesetzt gehandelt. Ich sagte ihr nur, dass der Fahrer jetzt genug Zeit hätte, um den Container unterwegs unbeobachtet zu öffnen. Ihre Trauermine ließ mich dann doch noch schmunzeln. An diesem Abend gingen wir ohne zu essen schlafen. Ein sehr ungewöhnlicher Zustand für Thais. In dieser Nacht haben wir beide sehr unruhig geschlafen. Natürlich bekamen wir auch mit, dass es in der Nacht regnete. Mit dem ersten Hahnenschrei sind wir dann aufgestanden. Heute sollte ja der große Tag sein, an dem der Container endlich auf unserem Grundstück in Thailand ankommen sollte. Durch die Gewissheit angetrieben, dass unser Grundstück nicht zu befahren sei, waren wir in kürzester Zeit bei unserem Grundstück, ohne vorher was zu essen. Das will was heißen. Von einem LKW mit Container war weit und breit nichts zu sehen. Nach meiner Überschlagsrechnung war dies auch nicht anders zu erwarten. Es war gerade mal 8.00 Uhr morgens. Wir gingen kurz zu ihrer Schwester um das zu wiederholen, was gestern schon telefonisch besprochen wurde. Der LKW mit dem Container dürfe erst nach dem Autokran auf das Grundstück. Zwischenzeitlich hatte meine Frau den Mann mit der Planierraupe angerufen und ihn gebeten den oberen Teil des nassen Bodens wegzuschieben, damit später eine Entladung erfolgen könnte. Diesen Tipp hat sie wohl von ihrem Bruder bekommen. Entweder hatte meine Frau Glück oder der Mann mit der Planierraupe hatte zurzeit keine anderen Aufträge. Jedenfalls war er innerhalb einer halben Stunde mit seinem Gefährt da. Er wohnte ja nur am anderen Ende des Dorfes. Nach ausführlicher Diskussion, wobei sich auch noch der inzwischen eingetroffene Bruder beteiligte, ging es ans Werk. Es waren nur wenige Zentimeter lehmiger Boden die abgetragen werden mussten. Aber der Mann blieb mit seinem Gefährt auf dem Grundstück. Wahrscheinlich wollte er sich die Entladung des Containers ansehen. In der Zwischenzeit war es 11.00 Uhr, aber der Container war immer noch nicht eingetroffen. Dafür legten jetzt alle eine Essenspause ein. Als das Handy meiner Frau klingelte und sie kurze Zeit später das Gespräch beendete, wurde sie hektisch und sagte, der LKW sei unterwegs und sie müsste schnell zur Hauptstraße. Sie lief schnell davon. So etwas habe ich seit über zehn Jahren noch nicht bei meiner Frau erlebt. Ich lief ihr hinterher, wobei ich durch meine Behinderung etwas länger brauchte, um sie dann auf der Hauptstraße einzuholen. Meine Frage, wo der Lkw denn bliebe, wurde von ihr damit beantwortet, dass der LKW noch nicht vorbeigefahren sei. Es sei verabredet gewesen, dass sie ihm zuwinke. Als sie mit dem Fahrer dies verabredete, war er schon an einem Punkt, wo er eigentlich hätte anhalten sollen. Aber er ist natürlich weitergefahren, mit der Hoffnung das meine Frau ihm zuwinken würde. Im nächsten Ort angekommen, kamen ihm dann doch noch Bedenken und er telefonierte wieder mit meiner Frau. Sie sagte ihm, dass er umdrehen solle, da er schon zu weit gefahren sei. Nach einer Weile sah ich am Horizont den LKW mit unserem Container. Ich gab ihm durch Zeichen zu verstehen, dass er sich äußerst links halten solle, und ließ ihn dann anhalten. Meine Frau gab ihm zu verstehen, dass er sich noch etwas gedulden müsse, bis der Autokran einträfe. Zwischenzeitlich besorgte ich ihm bei meiner Schwägerin kaltes Wasser. Dankend nahm er es entgegen. Wir gingen jetzt wieder zu unserem Grundstück zurück und warteten dort auf das Eintreffen des Autokrans. Meiner Frau wurde am Telefon bestätigt, dass der Autokran bereits unterwegs sei. Von der Entfernung her hätte er in gut 30 Minuten eintreffen müssen.

Zwischenzeitlich äußerte meine Frau Bedenken. Die Autokranfirma in Phitsanoluk fordere eine Bezahlung, da sie als Erste den Auftrag erhalten hätten. Dies ließ mich innerlich schmunzeln. Ich wandte ein, dass nicht wir, sondern die Firma DB-Schenker der Auftraggeber seien. Die Firma solle sich daher auch mit DB-Schenker auseinandersetzen. Die Bedeutung die von Verträgen ausgehen scheint man in Thailand oft nicht zu verstehen.

Wir gingen wieder zur Hauptstraße und warteten bei ihrer Schwester auf das Eintreffen des Autokrans. Ihre Schwester wohnt unmittelbar an der Hauptstraße, die gleichzeitig von den Thais als Rennstrecke benutzt wird. Insbesondere von den Kleinkrafträderfahrern. Selbst die Überlandbusse donnern mit Vollgas die Straße entlang, was das Zeug hergibt. Nicht selten wird hier 100 km oder noch schneller gefahren. Dazu muss man bedenken, dass auf dieser Straße, landwirtschaftliche Fahrzeuge, Fahrräder sowie auch alle anderen erdenklichen Fahrzeuge, sowie auch Fußgänger unterwegs sind. Zudem ist die Straße in einem miserablen Zustand. Da die Verkehrsteilnehmer in Thailand oftmals die Benutzung von Autospiegeln oder gar Blinker vermeiden, kann man sich bildhaft vorstellen, was bei ungünstiger Konstellation so alles passieren kann. Die größte Unsitte ist, wenn Motorräder oder PKWs mit hoher Geschwindigkeit auch noch links überholen.

Erfahrungsberichte_Wolfgang_02-01
Erfahrungsberichte_Wolfgang_02-02
Erfahrungsberichte_Wolfgang_02-03
Erfahrungsberichte_Wolfgang_02-04

Der LKW–Fahrer mit unserem Container reparierte zwischenzeitlich seine auf dem Dach installierte Klimaanlage. Aber bevor diese Reparatur abgeschlossen war, traf der Autokran ein. Zusammen sind wir dann alle zu unserem Grundstück gelaufen. Der LKW-Fahrer und die beiden Leute vom Autokran unterhielten sich angeregt auf diesem Fußmarsch. Der Chef des Autokrans war mit den Vorbereitungen zufrieden. Kurze Zeit später gingen der LKW-Fahrer und die zwei Leute zurück zu ihren Fahrzeugen, um diese auf das Grundstück zu fahren. Es war schon ein erhebender Augenblick, dass nach so langer Zeit der Container endlich auf unser Grundstück, auf den vorbereiteten Platz zurollte. Der Autokran und der LKW nahmen jeweils ihre Plätze ein, damit die Entladung beginnen konnte. Es ging alles sehr ruhig vonstatten. Der Autokran fuhr seine Stützen aus. Zwischenzeitlich kletterte ein Mitarbeiter auf den LKW und dann auf den Container, um zu sehen, welches Anhebemittel benötigt würden. Der Autokranfahrer, in seiner Person der Chef des Unternehmens, suchte die Seile zum Anheben zusammen, rief dann noch seinem Mitarbeiter irgendetwas zu, was dieser allerdings nicht verstand. Also musste der Chef selbst über den LKW auf den Container klettern. Kurze Zeit später kletterte er wieder nach unten und kramte in seiner Werkzeugkiste, bis er das Richtige gefunden hatte. Er warf seinem Mitarbeiter ein paar Befestigungsteile zu. Dieser schraubte sie an den vier Eckpunkten am Container ein. Währenddessen hingen am Autokran die Hebeseile und er fuhr seinen Ausleger in die Höhe und schwenkte ihn über den Container. Der Mitarbeiter befestigte nun den Container daran. Aber mit der ausgeführten Arbeit war der Autokranfahrer immer noch nicht zufrieden. Er rief seinem Mitarbeiter irgendetwas zu. Daraufhin änderte der Mitarbeiter noch etwas an der Befestigung, bis sein Chef dann endlich zufrieden war. Nun begann der Kran mit dem Anheben des Containers, bis die Hebeseile gespannt waren. Jetzt kam der wichtigste Punkt beim Entladen. Würde der Container beim Anheben gerade hängen? Es kam, wie es hätte nicht passieren dürfen. Beim Anheben verkantete sich ein Haltebolzen des LKW´s am Container. Der LKW wurde dadurch einen halben Meter mit in die Höhe gehoben. Versuche den verkanteten Haltebolzen freizubekommen schlugen fehl. Also musste der Container noch einmal abgesetzt werden. Jetzt wurde versucht, mit einem Hammer den Haltebolzen am LKW freizubekommen. Nach ein paar Hammerschlägen war nun der Haltebolzen frei und es konnte ein zweiter Versuch gestartet werden. Zwischenzeitlich hatte sich das ganze Dorf in einigem Abstand versammelt. Es wurde rege diskutiert. Es muss sich wohl wie ein Lauffeuer verbreitet haben, dass auf dem Faranggrundstück etwas passiert. Alle diese Dorfbewohner kannten aus ihrem bisherigen Leben nicht einen Container. Woher auch. Ich sagte meiner Frau, sie solle auf die Dorfbewohner zugehen und sie bitten einen größeren Abstand zu halten. Wenn ein Hebeseil bei dieser Aktion reißen würde, würde es völlig unberechenbar durch die Gegend schnellen. Dies könnte dann immerhin zu schwersten Verletzungen führen. Im zweiten Versuch gelang das Abladen dann nahezu mühelos. Langsam schwenkte der Autokran mit dem Container zur Seite und stoppte, damit der LKW-Fahrer sein Fahrzeug aus dem Schwenkbereich herausfahren konnte. Während dies geschah, kam meine Frau und ihrem Bruder ganz aufgeregt angerannt. Der Abstand der Autoreifen sei viel zu groß und der Container würde somit nicht darauf passen. Ich beruhigte sie und wies darauf hin, dass der Container 6 m lang und 2,40 m breit sei und er somit auf die Autoreifen passen würde. Die Maße konnte ich nach all den Jahren im Schlaf auswendig aufsagen. Nachdem nun der LKW außerhalb des Schwenkbereichs geparkt hatte, setzte der Autokran seine Arbeit fort. Vorsichtig schwenkte er weiter, bis er kurz vor dem Aufsetzen auf den acht mit Beton aufgefüllten Autoreifen war. Schnell waren ein paar Helfer zugegen um den Container in die genaue Position auszurichten. Nach meinem Kopfnicken wurde der Container aufgesetzt. Natürlich passte er genau. Die ganze Aktion hatte noch nicht einmal eine Stunde gedauert. Meiner Frau konnte man die Erleichterung förmlich ansehen. Unser Container war nun endlich auf unserem Grundstück. Zwischenzeitlich hatte der LKW-Fahrer die Frachtpapiere und die Colliliste gebracht. An den Frachtpapieren war der Schlüssel für den Container fest mit Tesafilm angebracht. Hätte der LKW-Fahrer auf der Fahrt etwas dem Container entnehmen wollen, so hätte dies deutliche Markierungen auf dem Papier hinterlassen. Man kann also auch mit ganz einfachen Mitteln Sicherheit schaffen. Ich nahm den Schlüssel und öffnete den Container. Mit einem Blick sah ich, dass nichts fehlte, da ich den Container bis zum Schluss selbst gepackt hatte. Meine Frau konnte nun die Frachtpapiere unterschreiben und dem LKW-Fahrer übergeben. Der Fahrer des Autokrans ließ seinen Beleg vom LKW-Fahrer unterschreiben und damit war diese Aktion erledigt.

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Viele Grüße
Wolfgang und Kaek aus Sukhothai / Berlin
E-Mail: thaikunst@yahoo.de
Homepage: http://thaikunst.de.to/

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