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Internet in ThailandInternet in Thailand

Da Sie diese gerade diesen Text lesen, kann ich davon ausgehen, dass Sie schon mit dem Internet vertraut sind. Ich erspare mir daher eine Auflistung der mannigfaltigen Möglichkeiten, die dieses Netz mit sich bringt. War es zu Beginn des Internetzeitalters noch üblich übers Telefonnetz via Modem durch Anwahl eines Providers ins Netz zu gelangen, sind inzwischen die vielen verschiedenen technischen Varianten für den Zugang inzwischen kaum noch zu überschauen. Daher hier eine Auflistung der verschiedenen Zugangstechniken mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen.

ISDN

Bei ISDN handelt es sich um einen digitalen Telefonanschluss, der spezielle Telefonanlagen bzw. Telefonapparate benötigt. Jeder ISDN-Anschluss hat 2 Nutzkanäle, die gleichzeitig genutzt werden können. Dabei kann z. B. der eine Kanal für den Telefonbetrieb und der andere Kanal gleichzeitig für den Datenbetrieb genutzt werden. Genauso ist auch zweimal Telefon, oder auch zweimal Datenverkehr möglich. Die Datenübertragungsrate ist mit 64 kBit etwas schneller als eine Verbindung via Modem. Im Vergleich zu ADSL ist das mögliche Tempo dennoch sehr bescheiden. Für Firmen, die eine Telefonanlage mit Durchwahlmöglichkeit betreiben, kann ISDN im Gegensatz zum privaten Kunden, noch von Nutzen sein. Es ist damit zu rechnen, dass diese Technik in Thailand irgendwann abgeschaltet wird. Die Deutsche Telekom hat dies bereits für Ende 2018 angekündigt.

ADSL

Inzwischen besteht fast überall in Thailand die Möglichkeit schnelle ADSL-Internetzugänge zu erhalten. In der Anfangszeit wurden dazu die Telefonleitungen der Kunden mitbenutzt. Trotz der doppelten Nutzung war eine gleichzeitige Nutzung von Telefon und Internet möglich. Die meist recht großen Leitungslängen zur Telefonvermittlungsstelle schränkten die maximal möglichen Datenübertragungsgeschwindigkeiten allerdings sehr stark ein und machten bei sehr großen Entfernungen sogar einen ADSL-Betrieb völlig unmöglich. Die Internet Service Provider sind daher inzwischen dazu übergegangen nicht mehr die Telefonleitungen des Kunden mit zu benutzen, sondern selbst die erforderliche Technik in Kundennähe aufzubauen. So finden sich z. B. vor Siedlungen oft Schaltkästen der Provider. Dadurch ist nur noch eine kurze Kabelverbindung zum Kunden möglich. Erst durch diese kurzen Leitungswege sind die heute üblichen hohen Verbindungsraten überhaupt möglich. In der Praxis werden Sie nur einen Anschluss von den Internetanbietern erhalten können, die auch die erforderliche Technik in Ihrer Umgebung installiert haben. Ein Blick auf die Reklame am Schaltkasten oder eine Rückfrage beim Nachbarn kann da bei der Suche nach einem ADSL-Anbieter schon weiterhelfen.

 

Satelliten-Internet-ipstar

Die Verbindung zum Internet Provider erfolgt, wie es die Titelzeile schon erahnen lässt, via Satellitenverbindung. Es wird anders als bei manchen ähnlichen Angeboten in Europa, kein Telefonanschluss benötigt. Die erforderliche Technik wird vom Provider installiert und zur Verfügung gestellt. Das max. Datenvolumen und die max. Datengeschwindigkeit hängen vom jeweils abgeschlossenen Tarif ab. Ich selbst nutzte ipstar zwischen Juli 2004 und September 2005, da kein ADSL-Anschluss möglich war. Die erreichten Geschwindigkeiten waren zwar besser als bei Modembetrieb, aber weit entfernt von dem, was ich von einem schnellen ADSL-Anschluss her gewöhnt war. Sollte wirklich keine andere Möglichkeit zur Verfügung stehen, wie dies z. B. bei einem Kreuzfahrtschiff aus naheliegenden Gründen ersichtlich ist, wird man ipstar aber sicherlich dankend akzeptieren. Sollte heutzutage vor Ort kein ADSL möglich sein, würde ich die Nutzung mobiler Dienste, die ich weiter unten beschreibe, eher empfehlen.

Provider: ipstar

DOCSIS - TV Kabelnetz

Ich gehe davon aus, dass vielen Kunden die diese Technik nutzen glauben sie hätten einen ADSL-Anschluss.  Für DOCSIS wird allerdings eine völlig andere Technik benötigt. Die Leitung ist nicht wie bei ADSL ein zweidrähtiges Telefonkabel, sondern ein Koaxkabel. Da dies der vorhandenen Infrastruktur von TV-Kabelnetzen entspricht, war es naheliegend  das die TV-Kabelanbieter ihr Angebot erweiterten.  Inzwischen bieten die meisten TV-Kabelprovider ein Paket aus TV und Internet an.

Aus Gründen der Ausfallsicherheit nutze ich zwei Internetanschlüsse, von denen der eine ADSL und der andere DOCSIS Technik verwendet. Nach mehreren Jahren Nutzung schätze ich beide Anschlusstechniken als gleichwertig ein.

Neben true online bieten die meisten regionalen TV-Kabelanbieter inzwischen auch Internet an.

Internet via Mobilfunk

Für unterwegs, oder auch als Alternative wenn ADSL oder DOCSIS nicht verfügbar sind, ist die Nutzung des Mobilfunknetzes ideal.

Für PCs oder Notebooks, die nicht für den Mobilfunkempfang ausgestattet sind, stehen sogenannten Surfsticks bereit, die die Verbindung zum Mobilfunknetz und somit zum Internet herstellen. Sie werden einfach in die USB-Buchse des Computers gesteckt.

Alternativ ist auch ein modernes Smartphone dafür geeignet. Dazu muss im Smartphone einfach nur das sogenannte „Tethering“ aktiviert werden. Dadurch wird das Telefon zum mobilen WLAN-Hotspot. Notebooks oder Tablets finden es dann als WLAN-Quelle und sind somit sogar drahtlos mit dem Internet verbunden.

Die Nutzung von Mobilfunktechniken hat gegenüber ADSL oder DOCSIS leider den entscheidenden Nachteil, das es im Mobilfunkbereich keine echte Flatrate gibt. Sobald eine vorgegebene Datenmenge überschritten wird, wird die Datenrate automatisch stark gedrosselt. Solange man auf Videoinhalte verzichtet, kann man allerdings auch mit Mobilfunktechniken zur Internetnutzung auskommen.

Im Laufe der Jahre wurden immer neue schnellere Verbindungstechniken entwickelt, auf die ich hier kurz eingehen möchte:
 

  • GPRS
    Theoretisch soll diese Technologie fast dreimal so schnell, wie eine normale Modemverbindung (bis zu 153 kbps) sein. In Deutschland durchgeführte Versuche haben in der Praxis einen Wert von 60-70 kbps ergeben.
     
  • EDGE
    Eine verbesserte GPRS Variante mit einer theoretischen Datenübertragungsrate von 384 kbps. In der Praxis werden Werte von 150-200 kbps erreicht.
     
  • 3G
    3G erreicht eine Datenübertragungsrate von bis zu 7,2 Mbit/s. Der landesweite 3G Ausbau ist je nach Mobilfunkbetreiber sehr unterschiedlich. In Gebieten mit fehlendem 3G-Empfang wird die Internetverbindung automatisch auf den langsameren GPRS/EDGE-Betrieb umgeschaltet.
    Provider: ais      dtac      truemoveH     tot3G
     
  • 4G (LTE)
    4G ist eine Weiterentwicklung von 3G und erreicht unter idealen Bedingungen eine noch wesentlich höhere Datenübertragungsrate von bis zu 100 Mbit/s.
    Provider:  ais      dtac      truemoveH
     
  • Einschätzung der Empfangsbedingungen

    Um die Empfangsbedingungen der Mobilfunkbetreiber bezogen auf einen bestimmten Standort vergleichen zu können, ist das von Mobilfunknutzern mittels App per Crowdsourcing zusammengetragene Datenmaterial von OpenSignal sehr hilfreich:  http://opensignal.com/
    Geben Sie dazu einfach den gewünschten Standort ein, um zu erfahren, wie dort die Empfangsbedingungen der einzelnen Mobilfunkbetreiber sind.
     

WLAN-Hotspots

Moderne Notebooks, Tablets und Smartphones haben bereits Komponenten integriert, um Internet über WLAN nutzen zu können. Es lassen sich auch normale Desktop-PCs mit einer WLAN-Karte oder einem WLAN-Stick problemlos nachträglich nachrüsten. Im Umkreis von einigen hundert Metern um die WLAN-Hotspots ist so drahtlos der Kontakt zum Internet möglich. Die meisten Hotels und auch einige internationale Schnellrestaurants bieten kostenlose Hotspots an. Bei den kostenpflichtigen Angeboten, der Internetprovider, ist immer zu bedenken, dass diese Technik niemals annähernd flächendeckend sein kann. Ein 3G-Tarif ist wesentlich flexibler und nur unwesentlich teurer.
 

Datenübertragungsrate messen:

Probleme beim E-Mail-Versand

Seit einiger Zeit treten unvermittelt Probleme beim Versand von Emails auf. Statt die E-Mail zu versenden, wird der Versuch nur mit einer Fehlermeldung quittiert. Dies passiert nur, wenn dazu E-Mail-Programme benutzt werden (Outlook und Co). Der Versand über einen Browser (IE, Firefox und Co.) mittels Webinterface ist nicht betroffen. Meistens liegt dies einfach nur daran, dass der Internetserviceprovider (ISP) den Port geändert hat.

Ändern Sie die Einstellungen Ihres E-Mail-Programms [mehr]
 

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-Stand April 2015-

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