- Bei mehrspurigen Straßen wird nicht nur rechts, sondern auch links überholt.
- Motorradfahrer überholen auch auf kleineren Straßen auf der linken Seite.
- Zweiradfahrer, setzen abseits der Hauptverkehrsstraßen den Schutzhelm wieder ab.
- Die Handynutzung während der Fahrt ist, auch bei Zweiradfahrer, üblich.
- Mit dem Blinken der Lichthupe zeigt der Fahrer an, dass er nicht beabsichtigt anzuhalten.
- Mit dem Einschalten der Warnblinkanlage an einer Kreuzung, soll die Absicht angezeigt werden, dass man geradeaus fahren will.
(nicht zur Nachahmung empfohlen!)
- Das Anhalten an einem Stoppschild oder Fußgängerüberweg ist allgemein unüblich.
- Selbst an einem Fußgängerüberweg mit Fußgängerampel fahren manche Autofahrer und die meisten Motorradfahrer, ohne anzuhalten weiter.
- Im Kreisverkehr
befindlich, ist den meisten Verkehrsteilnehmern die Vorfahrtsregel unbekannt. Die Hineinfahrenden werden oftmals vorgelassen. Dies führt dann dazu, dass der einfließende Verkehr, den abfließenden Verkehr solange behindert, bis er sich als Stau nahezu festfährt. In Stoßzeiten unterbricht die Polizei daher oft mit Verkehrsbarrieren den Kreisverkehr, um dies zu verhindern.
- Das Überfahren einer roten Ampel ist häufig zu beobachten.
- An einer roten Ampel wird die linke Spur einer mehrspurigen Straße oft regelwidrig zur Weiterfahrt genutzt. Dies ist nur zulässig, wenn diese Spur speziell abgetrennt und zusätzlich mit Schildern dafür ausgewiesen wurde.
- Wenn Grün dem Geradeausverkehr die Weiterfahrt freigibt, verstellen Abbieger die Kreuzung.
- An Verkehrsampeln sind teilweise Schilder mit Abbiegepfeilen angebracht, die dem nach links Abbiegenden das Recht einräumen, auch bei Rot, mit entsprechender Vorsicht, abzubiegen. In letzter Zeit findet man solche Schilder in vielen verschiedensten Variationen. In der Praxis beachten die Verkehrsteilnehmer solch ein Schild ohnehin nicht. Wenn frei ist, wird abgebogen. Egal ob ein solches Schild vorhanden ist oder auch nicht.
Irritierende Verkehrsführungen, Ampelanlagen und Beschilderungen In Autobahnbaustellen muss man jederzeit damit rechnen, dass die Straßenmarkierungen auf der Fahrbahn, urplötzlich zu Ende sind oder alte und neue Markierungen nebeneinander und miteinander konkurrieren. Bei einer mehrspurigen Verkehrsführung, die z. B. im
Baustellenbereich provisorisch auf die ehemalige Gegenfahrbahn führt, kann dies bei schlechten Sichtverhältnissen, z. B. in der Nacht, schnell zu gefährlichen Irritationen führen. Fußgängerüberwege, mit Verkehrsampeln, bei denen die mittlere Verkehrsinsel bepflanzt ist, hinterlassen nur Ratlosigkeit.
Stellenweise ist es alleine schon durch die schiere Masse von Reklameschildern schwierig, ein Verkehrsschild überhaupt noch zu bemerken. Sollte wegen einer Baumaßnahme einmal eine Umleitung eingerichtet werden, so ist keinesfalls damit zu rechnen, dass die komplette Umleitungsstrecke ausgeschildert wird. Man sollte also ortskundig sein oder über ein Navigationsgerät verfügen. Sackgassen werden allgemein nicht ausgeschildert. Da viele kleine Nebenstraßen in
abgeschlossene Siedlungen führen, ist ein erfolgreiches Fahren nach Orientierung reine Glückssache. Sonstige Unwägbarkeiten Strommasten, die am Fahrbahnrand stehen und beim Einparken übersehen werden können,
gehören noch zu den kleineren Ärgernissen. Umgestürzte Strommasten oder sehr tief hängende Leitungen, oder gar auf dem Boden liegende Leitungen, sind hingegen kein Ärgernis mehr, sondern stellen vor allen Dingen bei Dunkelheit, eine tatsächliche Gefahr, besonders für Zweiradfahrer dar. Völlig überladene Fahrzeuge, mit kuriosester Beladung, sind als täglich gegeben hinzunehmen. Motorräder, auf denen neben Vater und Mutter noch mehrere Kinder sitzen oder mit denen bis zu vier Erwachsene transportiert werden, sind alltäglich zu beobachten.
Falsch eingestellte und dadurch blendende
Scheinwerfer sind bei Dunkelheit leider ein weitverbreitetes Ärgernis. Selbst Markenwerkstätten verfügen nicht immer über die zur Scheinwerfereinstellung notwendigen Geräte. So musste sogar die
Markenwerkstatt, die mein Fahrzeug betreut, auf einen Pappdeckel zur Einstellung zurückgreifen. Ich habe später aber dann doch noch eine andere Werkstatt mit der notwendigen Einrichtung finden können. Verkehrsregeln In den ersten sechs Monaten darf man als Ausländer mit seinem internationalen Führerschein
in Thailand ein Fahrzeug führen. Danach ist der Erwerb eines thailändischen Führerscheins erforderlich. Für Pkw bestehen folgende Geschwindigkeitsbegrenzungen:
- innerhalb einer Ortschaft 60km/h
- ausserorts auf Landstraßen und Autobahnen:
90 km/h für Pkws und Motorräder 80km/h für Pick-ups und Busse und Lkws 60 km/h für Lkws mit Anhänger - auf manchen ausgewiesenen Autobahnen 120 km/h
Abgebrochene Zweige oder Palmwedel, die auf der Straße liegen, sollen auf eine Gefahr hinweisen. Die Bedeutung entspricht also der eines Warndreiecks. Meine Empfehlungen
Um unfallfrei durch den thailändischen Straßenverkehr zu kommen, ist eine zurückhaltende defensive Fahrweise, die abwartend auf das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer eingeht, dringend zu empfehlen. Ich empfehle dringend, auf Nachtfahrten, so weit wie möglich zu verzichten. Vor allen Dingen
sollten Strecken, die man nicht kennt, während der Dunkelheit unbedingt gemieden werden. Schon ein großes Schlagloch, ein Elefant oder ein Rind, die man tagsüber sicher noch rechtzeitig gesehen hätte, stellen bei Dunkelheit eine echte Gefahr dar. Schon ein Hund reicht aus, um einen Motorradfahrer zum Stürzen zu bringen. Mit Fußgängern oder unbeleuchteten Fahrzeugen ist jederzeit zu rechnen. Hinzu kommt noch die Gefahr hinzu, die speziell nachts von betrunkenen Fahrern ausgeht. Man kann keineswegs erwarten, dass z. B. ein einbiegender Zweiradfahrer, dem dort laufendem Verkehr irgendeine Beachtung schenkt. Beim Abbiegen sollte man immer damit rechnen, dass ein Motorrad trotz Blinkersignal zum Überholen ansetzt und in den laufenden Abbiegevorgang einfach hineinfährt.
Beim Anhalten an einem Fußgängerüberweg oder Stoppschild sollte man, um kein Auffahren eines nachfolgenden Fahrzeugs zu riskieren, nicht zu stark und plötzlich bremsen. Es rechnet einfach niemand damit, dass tatsächlich jemand dort anhält. Wenn eine Verkehrsampel auf Grün umschaltet, ist es ratsam, dass man sich vor dem
Anfahren unbedingt vergewissert, dass der Querverkehr, der noch bei Rot durchgefahren ist, tatsächlich schon den Kreuzungsbereich verlassen hat. In Einbahnstraßen ist immer mit verkehrswidrigem Gegenverkehr zu rechnen. Für Zweiradfahrer haben diesbezügliche Beschilderungen scheinbar keinerlei Bedeutung. Manchmal halten sich allerdings selbst Pkws Lkws oder gar Busse nicht an diese einfache
Regel. Zum kleinen Teil dürfte diese Unsitte allerdings auch der unzureichenden Beschilderung der Einbahnstraßen geschuldet sein. Und dies, obwohl auch in Thailand dafür eigentlich die international üblichen Verkehrsschilder vorgesehen sind. Zusammenfassend kann man feststellen, dass die richtige Einschätzung des Verhaltens der
anderen Verkehrsteilnehmer mit Sicherheit mindestens genauso wichtig ist, wenn nicht sogar wichtiger, als die Kenntnis der Verkehrsregeln. Man sollte jede Konfrontation unbedingt vermeiden. Es kommt leider immer wieder vor, dass jemand ausrastet und zur Waffe greift. Dass die Einhaltung der Verkehrsregeln viel Ärger mit der Polizei ersparen kann, sollte als
Binsenweisheit allgemein bekannt sein. Eine Kaskoversicherung, die bei einem Unfall neben dem verursachten Personen- und Sachschaden evtl. auch eine Kaution hinterlegt, ist unbedingt zu empfehlen. Department of Land Transport (Straßenverkehrsbehörde): http://www.dlt.go.th/th/index.php?option=com_weblinks&view=category&id=81&Itemid=55 |