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Gesundheitsvorsorge in Thailand


Gesundheitsvorsorge In einem tropisch warmen Land wie Thailand sollte ein erhöhtes Augenmerk auf hygienische Bedingungen gelegt werden. Das Trinkwasser und ungekochte Lebensmittel nur mit entsprechender Umsicht zu genießen sind, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein. Aber darüber hinausgehend muss eine solche Umsicht auch alle anderen Lebensbereiche abdecken. So muss z.B. jede noch so kleine Bagatellverletzung, der man in seiner Heimat evtl. überhaupt keine Bedeutung zumessen würde, hier unbedingt versorgt werden. Die Gefahr das Schmutz in die Wunde gelangt oder Insekten eine Infektion verursachen, ist einfach zu groß.

Das Risiko und die Art und Weise der Übertragung von Geschlechtskrankheiten sollte inzwischen allgemein bekannt sein. Ungeschützter Sex mit wechselnden Partnern ist wie russisch Roulette. Vernünftige Menschen werden ohnehin Sicherheit walten lassen. Unvernünftige Menschen werden auch keinem noch so gut gemeinten Rat folgen. Ich erspare mir daher eine Belehrung an dieser Stelle.

Sinnvoll ist neben einer regelmäßigen allgemeinmedizinischen Untersuchung auch die Überprüfung des eigenen Impfschutzes. Mit dem Arzt sollte genau abgesprochen werden, welche Impfung evtl. neu gesetzt bzw. aufgefrischt werden muss.

Sinnvolle Impfungen
● Tetanus
● Hepatitis A und B (Kombinationsimpfung möglich)
● Typhus
● Diphtherie
● Poliomyelitis (Kinderlähmung)
● Masern (bei Kindern)
● Japanische Enzephalitis (je nach Gegend und Jahreszeit)

Nach Tierbissen sollte man sich sofort Gedanken machen, ob eine Tetanusimpfung noch wirksam ist. Bei Bissen durch Hunde, Katzen oder andere Warmblüter muss unbedingt das Tollwutrisiko bedacht werden. Es ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen! Einmal ausgebrochen ist Tollwut nicht mehr heilbar und führt unweigerlich zum Tode.

Bitte immer daran denken, dass ein scheinbarer grippaler Infekt evtl. in Wirklichkeit eine gefährliche Krankheit wie Dengue Fieber oder Malaria sein könnte. Die Symptome sind leicht zu verwechseln. Im Ernstfall sollte dies rechtzeitig von einem Arzt abklärt werden. Bei Malaria erhöht verschenkte Zeit das Sterberisiko erheblich. In den vier nördlichen Provinzen Kamphaeng Phet, Nakhon Sawan, Phichit und Uthai Thani, besteht zurzeit ein erhöhtes Risiko an Dengue Fieber zu erkranken. In den Grenzregionen und Abseits der Großstädte und Touristengebiete steigt auch das Malariarisiko. Da derzeit keine wirksame Malariaprophylaxe existiert, bleibt nur die Möglichkeit sich vor durch langärmelige Kleidung und Insektenschutzmittel vor Stichen zu schützen. Dies ist besonders mit dem Eintritt der Dämmerung zu beachten. In nicht klimatisierten Räumen sollten Moskitonetze zum Schutz vor Mückenstichen herangezogen werden. Inzwischen breitet sich ein resistenter Malaria-Typ in Südostasien aus. Das Ausbreitungsgebiet ist derzeit Nordost-Thailand, das südliche Laos sowie das östliche Myanmar. Alle gängigen Therapien versagen bei diesem Erreger.
Heilpraxisnet.de

Neben den oben erwähnten weithin bekannten Krankheiten gibt es noch eine große Zahl, die von Parasiten verursacht werden. So kann schon ein Baden in einem Binnengewässer zu Bilharziose führen.

Bei Hochwasser steigt die Gefahr, sich über schmutziges Wasser mit Leptospirose zu infizieren.
Pattaya Blatt vom 7. Februar 2017

06.09.2016
Zika-Virus - ECDC stuft Thailand in Alarmstufe rot
Das ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control) hat in Folge der Verbreitung des Zika Virus, der von Stechmücken übertragen wird, Thailand in die Alarmstufe rot gestuft. Den Vorgaben der WHO folgend, soll eine Meldepflicht eingeführt werden und Notfallzentren eingerichtet werden. Im Krankheitsverlauf, der bei gesunden Menschen meistens keine schwerwiegenden Komplikationen hervorruft, ist mit Fieber, Hautausschlägen, Glieder- und Kopfschmerzen zu rechnen. Für Schwangere besteht allerdings die Gefahr, einer Infizierung des ungeborenen Kindes. Dies kann schwerwiegende Folgen, wie eine Mikrozephalie (Schädelmissbildung) zur Folge haben, die dann zu einer Behinderung führen würde. Da es keine Schutzimpfungen und auch keine spezifischen Behandlungsmethoden gegen den Zika-Virus gibt, bleibt nur der Schutz vor Mückenstichen und die vorsorgende Bekämpfung der Stechmücken. Momentan können nur die Symptome der Krankheit und damit die Beschwerden der Patienten gelindert werden.

Links zum Thema:
Current Zika transmission ECDC
Zika-Virus Schweizer Bundesamt für Gesundheit BAG
20 new Zika cases found in 4 provinces Bangkok Post vom 06.09.2016

Links Tropenmedizin:
Bernhard-Nocht-Institut Reisemedizin. Beratung
CRM Centrum für Reisemedizin
Institut für Reise- u. Tropenmedizin
LMU - Infektions- und Tropenmedizin
Swiss TPH
Uni-Klinik-Heidelberg - Klinische Tropenmedizin
Uni-Klinik-Tübingen - Institut für Tropenmedizin

Links Allgemeinmedizin:
gesundheitsinformation.de
lifeline.de
medizinauskunft.de
medizin-forum.de
netdoktor.de
onmeda.de

Informationen gegen Vergiftungen (auch Schlangenbisse)
Giftzentrale Bonn

Liste der Krankenhäuser in Thailand
Wikipedia

Siehe auch die Rubriken:
Erste Hilfe bei Schlangenbissen
Krankenversicherung in Thailand

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© by Heinz Klaus Thiesen