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Schlangen Thailands


Schlangen Thailands Familie: Colubridae (Nattern)
Unterfamilie: Natricinae (Wassernattern)

Rhabdophis nigrocinctus (Schwarzgebänderte Wassernatter)
Foto: Roger Mäder

Verbreitungsgebiet Rhabdophis nigrocinctus (Schwarzgebänderte Wassernatter) Rhabdophis nigrocinctus (Schwarzgebänderte Wassernatter)
Thai:
(ngu lai sab kieo kwan dam)

Länge: bis 88 cm

Verbreitung: Die Schlange ist in ganz Thailand bis in Höhen von 1000 Metern anzutreffen. Insgesamt hat sie ein großes Verbreitungsgebiet, dass von Thailand (südlich bis Phang Nga) über Burma, Laos, Vietnam, Kambodscha, China reicht.

Lebensraum/Verhalten: Die Schwarzgebänderte Wassernatter ist eine bodenbewohnende Schlange, die überwiegend in den Morgenstunden und in der Dämmerung aktiv ist. Man findet sie in der Nähe von Gewässern und Feuchtgebieten. Sie ernährt sich überwiegend von Fröschen und Fischen Die Färbung der Tiere kann je nach Vorkommen variieren. Im Osten Thailands weisen ausgewachsene Tiere zum Beispiel nur eine undeutliche Schwanzbänderung auf.

Gefahr: Über eine Vergiftung bei Menschen ist nichts bekannt. Grundsätzlich sollte die Gattung Rhabdophis jedoch mit Vorsicht behandelt werden, da es sich um Trugnattern handelt. Von daher: siehe Empfehlungen zu Rhabdophis subminiatus.

Rhabdophis subminiatus (Rothals Wassernatter)
Foto: J. Bulian

Verbreitungsgebiet Rhabdophis subminiatus (Rothals Wassernatter) Rhabdophis subminiatus (Rothals Wassernatter)
Thai:
(ngu lei sab ko daeng)

Länge: bis 130 cm. Meistens sind die Schlangen jedoch wesentlich kleiner. Die durchschnittliche Länge beträgt etwa 70 cm.

Verbreitung: ganz Thailand

Lebensraum/Verhalten: Rhabdophis subminiatus ist eine recht anpassungsfähige Schlange, die sowohl im Wald als auch in Kulturlandschaften und Gärten anzutreffen ist. Sie bevorzugt die Nähe von Gewässern. Die Schlangen sind tagaktiv. Ihr Futter besteht aus Fröschen und Fischen. Bei Bedrohung spreizen sie die rote Nackenregion und richten sich auf.

Gefahr: Bisse können beim Menschen zu schweren Vergiftungen führen.

Xenochrophis flavipunctatus (Gelbflecken-Fischnatter)
Foto: J. Bulian

Verbreitungsgebiet Xenochrophis flavipunctatus (Gelbflecken-Fischnatter) Xenochrophis flavipunctatus (Gelbflecken-Fischnatter)
Thai:
(ngu lei so chine, ngu daeng hae)

Länge: 60-120 cm

Vorkommen: In ganz Thailand, sehr häufig vorkommende Schlange. In bzw. an Reisfeldern, Klongs und Gartenteichen, also auch in unmittelbarer Wohnumgebung zu finden.

Verhalten: Tagaktive, sehr bissige Schlange, die das Verhalten einer Kobra nachbildet.

Gefahr: Ungiftige aber bissige Schlange.

Xenochrophis piscator (Gewöhnliche Fischnatter)
Foto: Wolfgang Grossmann

Verbreitungsgebiet Xenochrophis piscator (Gewöhnliche Fischnatter) Xenochrophis piscator (Gewöhnliche Fischnatter)
Thai:
(ngu lai so yai, ngu daeng hae)

Länge: bis 120 cm

Vorkommen: In ganz Thailand bis zu Höhen von 1600 Metern; jedoch häufiger im Flachland bis 300 Meter anzutreffen. Die Schlange hat ein riesiges Verbreitungsgebiet, das von Pakistan über Indien, Bangladesh, Myanmar, Thailand, Kambodscha, Laos, Malaysia, Süd-China bis in das westliche Indonesien reicht.

Lebensraum und Verhalten: Die Fischernatter wurde 1799 unter der Bezeichnung Hydrus piscator anhand eines Exemplars aus Indien beschrieben.

Man findet die Fischernatter überwiegend in der Nähe von Gewässern. In Reisfeldern ist sie die häufigste Schlange. Sie ist überwiegend während des Tages aktiv und legt bei ihrer Suche nach Futter auch größere Strecken zurück. Die Nahrung von Xenochrophis piscator besteht überwiegend aus Fröschen und Fischen. Sie erbeutet jedoch hin und wieder auch Nager und Vögel. Nach starken Regenfällen findet man sie vielfach auf Straßen, wo sie sich aufwärmt und auch überfahrene Frösche verzehrt. Dabei wird sie selbst oft ein Opfer des Straßenverkehrs. Bei Erregung flachen die Schlangen die Nackenregion ab und richten den Vorderkörper auf. Aufgrund dieses Abwehrverhaltens werden sie manchmal mit einer Kobra verwechselt. Auf glattem Untergrund (z.B. Straßen) bewegt sie sich bei der Flucht in seitlichen Windungen und Sprüngen vorwärts.

In Thailand paart sich Xenochrophis piscator in der Zeit von Ende September bis Anfang November. Die Eiablage erfolgt dann im Januar/Februar in feuchtem Laub oder unter verrottendem Holz an Stellen an den das Gelege nicht austrocknet oder überhitzt. Als Gelegegröße werden in der Literatur bis zu 100 Eier angegeben. Die durchschnittliche Gelegegröße liegt jedoch bei 18 bis 50 Eiern. Die Jungtiere schlüpfen nach einer Inkubationszeit von 70 bis 89 Tagen (abhängig von der Umgebungstemperatur) im Regelfall zu Beginn der Regenzeit. Die frisch geschlüpften Xenochrophis weisen eine durchschnittliche Länge von 18 cm auf.

Gefahr: Die Schlange ist für den Menschen ungefährlich. Bei Bedrohung und auch wenn man sie nur in die Hand nimmt, beißen sie jedoch sehr schnell zu. Whitaker & Captain erwähnen in ihrem Buch über die Schlangen Indiens, sie seien in Teichen geschwommen, die von der Fischernatter bewohnt waren, ohne jemals gebissen worden zu sein.

Ungiftige/schwach giftige Schlangen
Giftige Schlangen


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© by Heinz Klaus Thiesen