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Kfz in Thailand


Kfz in Thailand


Fahrzeugkauf


Gebrauchtwagen sind im Verhältnis zu Europa sehr teuer. Oftmals wurde die Wartung vernachlässigt, sodass der technische Zustand sehr im Argen liegen kann. Wenn finanziell möglich, ist daher der Kauf eines Neuwagens zu empfehlen.

Importierte Fahrzeuge sind durch die hohen Einfuhrzölle sehr teuer. Da auch die Ersatzteile und damit die spätere Wartung sehr kostspielig werden, sind solche Fahrzeuge in Thailand recht unbeliebt. Der Wiederverkaufswert ist dem entsprechend sehr niedrig. Luxuskarossen sind davon allerdings ausgenommen, da diese Klientel nicht sonderlich preisempfindlich reagiert. Am wirtschaftlichsten in Bezug auf Kaufpreis, Wartungskosten und späteren Wiederverkaufswert, dürften in Thailand gefertigte Fahrzeuge sein. Darunter fallen die meisten japanischen Hersteller, wie Toyota, Honda, Nissan und Mitsubishi, Ford, Chevrolet, Isuzu, die ihre Fahrzeuge in Thailand fertigen. Zu beachten ist allerdings, dass auch diese Hersteller einzelne exklusive Modelle importieren. Dies schlägt sich dann sofort im Preis nieder. Auch die deutschen Nobelhersteller Mercedes und BMW lassen Fahrzeuge in Thailand montieren.

Die beim Kauf anfallende einmalige Konsumsteuer richtet sich nach der jeweiligen Fahrzeugklasse. Nutzfahrzeuge werden hierbei begünstigt. Diese Steuer wirkt sich auf den Verkaufspreis entsprechend aus. Darauf ist sicherlich auch der sehr hohe Anteil von Pickups im thailändischen Straßenverkehr zurückzuführen.

Mit einem Non-Immigrant-Visa und dem gelben Hausbuch
(gelbes Tabien Baan) oder einer Wohnsitzbescheinigung kann auch ein Ausländer auf seinen Namen ein Fahrzeug erwerben. Dies ist oftmals den Kfz-Händlern überhaupt nicht bekannt und wird dann sogar entschieden bestritten.

Wie auch in Europa üblich, wird auch in Thailand die Anmeldung des Fahrzeuges vom Händler erledigt. Zuerst erhält das Fahrzeug allerdings nur ein rotes Nummernschild. Es dauert einige Wochen, bis Sie das endgültige Nummernschild, mit schwarzer Schrift, erhalten.

Kfz-Steuer


Die Zahlung kann bei der Kfz-Zulassungsbehörde oder bei einem dafür zugelassenen Kfz-Dienstleister erfolgen. Es wird geprüft, ob die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Pflichtversicherung tatsächlich entrichtet wurde. Die Kfz-Steuer verringert sich mit zunehmendem Alter des Fahrzeuges. So zahlen Besitzer sehr alter Fahrzeuge nur noch eine sehr niedrige Kfz-Steuer. Sobald das Fahrzeugalter 6 Jahren überschreitet, wird bei dieser Gelegenheit der Fahrzeugzustand von der Zulassungsbehörde überprüft. Hierzu ist ein entsprechender Prüfbetrieb, ähnlich einem TÜV, der Behörde angegliedert. Diese Überprüfung ist allerdings nur sehr oberflächlich. Zum Abschluss erhält man eine Steuerplakette, die gut sichtbar, an der Windschutzscheibe anzubringen ist.

Kfz-Versicherung


Die Kfz-Versicherung und Kfz-Steuer sind an das Fahrzeug gebunden. Bei einem Kauf wandert daher die Versicherung und Steuer zum neuen Besitzer.
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Kraftstoff



Benzin/Diesel
Gasoline 95
Benzin mit 95 Oktan
Gasohol 91
Benzin mit 91 Oktan und einem Ethanolanteil von 10%
Gasohol 95
Benzin mit 95 Oktan und einem Ethanolanteil von 10%
Gasohol E20
Benzin mit 95 Oktan und einem Ethanolanteil von 20%
Gasohol E85
Benzin mit 95 Oktan und einem Ethanolanteil von 85%
Diesel
Diesel
Diesel B5
Diesel und einem Palmölanteil von 5%

In Deutschland wird Benzin mit 95 Oktan als Super-Benzin bezeichnet.

Die meisten modernen Fahrzeuge können wahlweise mit Gasohol E20, Gasohol 95 oder auch Gasoline 95 betrieben werden. Wobei Gasohol E20 dabei die preisgünstigste Wahl ist.
Einige Hersteller (Ford, Volvo, Mitsubishi) haben inzwischen sogar einige ihrer Fahrzeuge soweit weiterentwickelt, dass diese mit Gasohol E85 betankt werden dürfen. Der hohe Anteil von Ethanol bei diesem Benzin setzt tatsächlich speziell dafür entwickelte Motoren voraus.

Für viele Generatoren, ältere Fahrzeuge, Oldtimer, wie auch Zweiräder ist Gasohol-Benzin oftmals völlig ungeeignet sodass eine Betankung von Gasoline 95 angeraten sein kann.


Gas
Bei Gas steht LPG oder NGV zur Wahl. Bei LPG handelt es sich um das gleiche Propan/Butan-Gasgemisch, welches auch in den Haushaltsgasflaschen verwendet wird. NGV (Natural Gas Vehicle) oder CNG (Compressed Natural Gas) sind zwei Bezeichnungen, die beide für Erdgas stehen. Beim Gasbetrieb müssen leider auch gewisse Nachteile in Kauf genommen werden. So nimmt der Gasbehälter recht viel Platz in Anspruch, die Motorleistung fällt evtl. etwas ab und die Umrüstkosten sind auch nicht unerheblich. Nach der Umrüstung sollte dem Ölstand des Motors besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, da sich bei vielen Motoren der Ölverbrauch bei Gasbetrieb etwas erhöht. Besondere, speziell für Gasbetrieb angebotene Motorenöle sollen dem entgegenwirken. Zu beachten ist, dass der Motor beim Start und in der ersten Warmlaufphase mit Benzin betrieben wird. Wer also überwiegend im Stadtverkehr unterwegs ist, wird kaum eine Kostenersparnis spüren. Vor der Umrüstung ist zu prüfen, ob der Motor überhaupt für Gasbetrieb geeignet ist.

Dass eine solche Umrüstung nur von einer zugelassenen seriösen Werkstatt vorgenommen werden sollte, dürfte alleine schon aus Sicherheitsaspekten, selbstverständlich sein. Die Umrüstung muss in den Fahrzeugpapieren eingetragen werden.

LPG
Die LPG-Umrüstung ist mit ca. 25 000 Baht relativ preiswert. Da der Gastank nur einem relativ niedrigen Prüfdruck von nur ca. 40 bar standhalten muss, ist es möglich Tanks zu fertigen, die von der Formgebung her in der Reserveradmulde Platz finden. Dadurch bleibt
LPG Gastank das komplette Kofferraumvolumen erhalten. Für kleinere Reifenschäden kann man sich dann mit einem Reifenreparaturset behelfen. Bei längeren Vollgasfahrten, z. B. im Gebirge, können Ventilschäden am Motor auftreten. Mit einer rechtzeitigen Umschaltung auf Benzin kann man dem vorbeugen. Viele Gasanlagen erledigen diese Umschaltung automatisch. Leider ist seit der Einstellung der staatlichen Subventionen, der LPG-Preis derart angestiegen, dass eine Umrüstung inzwischen unwirtschaftlich ist.

NGV/CNG
Anders als bei LPG ist eine NGV/CNG-Umrüstung zurzeit immer noch wirtschaftlich. Der
NGV/CNG Gastank Umbau schlägt zwar mit ca. 50 000 Baht zu Buche, die laufenden Kosten sind allerdings immer noch sehr günstig. Das Tankstellennetz ist leider nicht so dicht wie bei LPG. Dies kann dann zu sehr langen Wartezeiten beim Tanken führen. Da der Gastank einen hohen Prüfdruck von über 300 bar standhalten muss, ist es praktisch unmöglich Tanks zu fertigen, die in der Reserveradmulde Platz finden könnten. Es wird also immer eine recht sperrige zylinderförmige Gasflasche im Kofferraum stören.

Kfz-Reparatur und Instandhaltung


Reparaturen sind infolge der niedrigen Löhne sehr preiswert. Bei in Thailand gefertigten Fahrzeugmodellen trifft dies auch für die Ersatzteile zu.

Die Vertragswerkstätten der Kfz-Hersteller haben ein sehr hohes Qualitätsniveau. Das Personal ist gut ausgebildet, die Arbeitsumgebung ist ordentlich und sauber und man kann davon ausgehen, dass nur Orginalersatzteile verwendet werden.

Die sehr häufig anzutreffenden freien Autowerkstätten bieten einen noch billigeren Service an. Da man den Ausbildungsstand der Monteure nicht beurteilen kann, bleibt eine hohe Unsicherheit bezüglich ihrer Kompetenz. Es bleibt in Thailand keinesfalls ausschließlich dem ausgebildeten Kfz-Schlosser vorbehalten an Fahrzeugen Reparaturen durchzuführen. Sicherlich gibt es auch in diesen Werkstätten sehr gute Monteure. Dies objektiv beurteilen zu können dürfte aber für den Laien kaum möglich sein. Das dort dann oftmals keine Originalersatzteile verwendet werden birgt ein zusätzliches Sicherheitsrisiko.

Siehe auch die Rubriken:
Kfz-Versicherung
Kfz-Kamera (Dashboard Camera)
Kfz-Navigation
Führerschein
Führerscheinbeantragung in der Praxis
Straßenverkehr
Polizei
Rechtsanwälte für thailändisches Recht

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© by Heinz Klaus Thiesen