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Mit dem Taxi von Bangkok nach Nakhon Ratchasima


Mein Urlaub in Deutschland ist zu Ende und nun stehe ich am Flughafen Bangkok und gehe in das Untergeschoß zum Publik-Taxistand. Am Schalter bekam ich meine Voucher Card und der nächste Taxifahrer wurde mir zugeteilt. Die Bezahlung von 2800,- Baht erfolgt erst am Zielort und ist inklusive aller Mautgebühren. Gesagt getan, einsteigen ins Taxi und die rund 300 km fahren. Für knapp 70 Euro bei 300 km kann man nicht meckern. Ein älterer Fahrer ca. 55 Jahre war mein Driver. Alle Taxis in Bangkok fahren mit Gas und so wurde mein Gepäck im Kofferraum neben den Gasflaschen reingewuchtet.

Die Fahrt ging los und keine 100 m weiter fragte mich der Fahrer, ob ich die 100 Baht Maut bezahlen würde. Ich verneinte mit sehr überzeugender Tonart und erklärte ihm, dass ich seine Mafiamethoden nicht mitmache werde. Jetzt ging es vom Airport über den Highway Nr. 7 weiter zur Highway Nr. 9 dann Nr.1 und später die Highway 2 Richtung Nakhon Ratchasima.

Am Stadtrand ging es zur Tankstelle und mein Fahrer jammerte, dass er 1300 Baht zahlen muss. Soll ich die Spritkosten auch noch zahlen? Bei dieser alten Mühle und dem schlechten technischen Zustand kann einem ganz anders werden. Im TV hört man öfters, dass solche alten Karren abfackeln. Augen zu und durch war mein Motto, wird schon klappen.

Der Kilo Preis Gas liegt bei 13 Baht. Ich habe keine Ahnung wie hoch der Verbrauch ist. Es muss sich aber lohnen, da alle Taxis mit Gas fahren. Zur Sicherheit bin ich ausgestiegen. Der Tankvorgang war beendet und es geht weiter nach Hause. Mein Taxifahrer fuhr ruhig und ohne Stress. Auf dem Highway Nr. 2 waren viele Lkw unterwegs, da dies die Hauptroute in Richtung Laos ist. Die Fahrt dauerte ca. 3 ½ Stunden und nach 2 Stunden merkte ich, dass der Fahrer keine Lust mehr hatte. Das war nur vorgespielt. Im Gespräch erzählte er mir, dass er für den Standplatz am Airport täglich 500,- Baht zahlen muss. Ich kann es nicht prüfen und die finanziellen Aktionen am Airport sind mir egal. Nach 3 Stunden kamen wir am Stadtrand von Nakhon Ratchasima an und sein Minenspiel wurde immer trauriger. Im weinerlichen Ton erklärte er mit, dass er viel zu billig fahre und ich sollte doch 3500,- Baht bezahlen, statt 2800,- Baht. Jetzt bekam ich eine Kragenweite von 65 und wurde richtig wütend. Ich sagte ihm, dass er so die Touristen vergraule und allen Taxifahrern schaden würde. Für uns Touristen gilt immer der ausgemachte Festpreis und Verhandlungen später über Erhöhungen werden nicht akzeptiert. Nach meiner Standpauke war er ruhig und wollte, dass ich ihm keine Vorhaltungen mehr machte. Leider fallen viele Urlauber auf solche dummen Tricks rein und zahlen auch aus Angst den zu Unrecht geforderten Zuschlag, da auch viele Taxifahrer sehr aggressiv ihre Forderungen durchsetzen. Bei mir war er nicht erfolgreich.

Die Glücksbringer im Auto nützten ihm auch nichts. Fazit: Hätte er kein Bettelgespräch mit mir geführt, wäre ich bereit gewesen 200 Baht, ca. 5 Euro Trinkgeld zu geben. So ging er leer aus und eins dürfte jedem klar sein. Er wird nichts daraus lernen und beim nächsten Fahrgast dieselbe Story liefern. Am Zielort zeigte er noch meiner Frau den defekten Hinterreifen, in der Hoffnung, dass ich den bezahle. Sie lernen halt trotz Belehrung nie dazu. Na Servus




Klaus Seidel, Korat den 10.08.2012
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